Georg Hempsch, IHK-zertifizierter Röster und Inhaber der Kölner Kaffeemanufaktur lud die Klasse zu einer interessanten Veranstaltung ein, deren Höhepunkt ein gemeinsam durchgeführter Röstvorgang war, bei dem die Schüler selbst Handanlegen durften. So wurde der Rohkaffee zunächst abgewogen, in den Trichter der Rösttrommel eingefüllt und nach dem ca. 17-minütigen, ständig überprüften Röstvorgang ins Abkühlsieb geleitet. Anschließend wurden die gerösteten Kaffeebohnen mit Hilfe einer speziellen Maschine auf mögliche Rückstände, wie kleine Steine etc. untersucht. Während dessen spendierte Herr Hempsch jedem Teilnehmer eine mit viel Sorgfalt und Fachkenntnis zubereitete Kaffeespezialität seiner Wahl.
Wichtig für einen aromatischen und bekömmlichen Kaffee ist die langsame Trommelröstung bei niedrigen Temperaturen, wie es nur bei der handwerklichen Röstung gemacht wird, erklärte Herr Hempsch, denn nur so können die Kaffeebohnen ihre feine Aromenvielfalt entfalten und unangenehme Reizstoffe werden auf diese Weise abgebaut.
Der Geschmacks- und Geruchssinn der Schüler/innen war dann bei der anschließenden Verkostung verschiedener Kaffees gefragt. Von fruchtig frisch mit Noten von Zitrone bis hin zu kräftig-vollmundig mit Aromen von Nuss und Schokolade reichte die Bandbreite. „Kaffee hat mehr Aromen als Wein“, so Hempsch. „Und jeder Rohkaffee verfügt je nach Sorte, Herkunft und Aufbereitung über seinen ganz eigenen Charakter, den wir beim Rösten herausarbeiten.“
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