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Berufskolleg Ehrenfeld Weinsbergstraße 72 50823 Köln Wir sind Bio-zertifiziert! ![]() ![]() Wir sind erfolgreiche Teilnehmer des Programms Leonardo Interner Bereich |
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Die Schülerfirma
Schülertreff Café Sehnsucht Koordinatoren: Frau Golombek, Herr Lütkehaus
Wie können wir in der Schule mehr Realitätsnähe schaffen, komplexes Denken und selbstständiges Handeln besser fördern und dadurch die Kluft zwischen Theorie und Praxis, zwischen Schule und späterem Berufsleben abbauen? Auf diese Fragen hat das Team der „Internationalen Förderklassen“ Antworten gesucht und sich entschieden, das Projekt einer Schülerfirma ins Leben zu rufen. Das Lernfeld „Schülerfirma“ wurde in die Didaktische Jahresplanung aufgenommen und in den Regelunterricht integriert. Im Gegensatz zu anderen Schülerfirmen stehen bei diesem Projekt die wirtschaftlichen Aspekte und Wissensgebiete nicht im Vordergrund. Das Hauptaugenmerk liegt vielmehr auf der Hinführung zu eigenverantwortlichem Handeln unter besonderer Berücksichtigung der sprachlichen Kompetenzerweiterung im Medium eines Berufsfeldes. Die Schülerfirma ist weiterhin ein Baustein der Pausenverpflegung am Berufskolleg Ehrenfeld.
Die Schülerfirma ist als Schulprojekt ohne eigenen Rechtsstatus angelegt. Sie unterliegt der steuerlichen Geringfügigkeitsgrenze für Kleinstunternehmen. Die Schule stellt den Verkaufsraum und die Einrichtung zur Verfügung ansonsten orientiert sich die Schülerfirma an realen Situationen der Arbeitswelt. Die Schüler/innen übernehmen die Hauptverantwortung, d. h., sie organisieren Aufgaben wie Verkaufsraumgestaltung, Einkauf, Herstellung und Verkauf. Pädagogen beraten, unterstützen und kontrollieren die Abläufe (inkl. der Buchhaltung). Das Café Sehnsucht öffnet viermal in der Woche. Die Resonanz aus der Schülerschaft ist durchweg positiv und von hoher Anerkennung gegenüber den Projektteilnehmer/innen geprägt.
Durch die Arbeit im Café erhalten die Schüler/innen zum einen die Möglichkeit, das Berufsfeld Gastronomie praktisch kennen zu lernen und für sich herauszufinden, ob es sich dabei evtl. um ein späteres Arbeitsfeld handeln könnte. Zum anderen können wichtige Schlüsselkompetenzen wie z. B. Teamfähigkeit, Eigeninitiative, Belastbarkeit, Sauberkeit, Pünktlichkeit und Verantwortungsgefühl erlernt werden. Zur Fachkompetenz gehört z. B., dass Prozesse und Arbeitsabläufe optimiert werden, Verbesserungsvorschläge entwickelt - und die Qualität der Arbeitsergebnisse verbessert und gesichert werden. Im Bereich der Methodenkompetenz steht die selbstständige Planung und Durchführung im Mittelpunkt, während es bei der Sozialkompetenz darauf ankommt, mitverantwortlich und kooperativ zu arbeiten, sich flexibel auf neue Situationen einzustellen und Kritikfähigkeit zu entwickeln. Wichtiger Bestandteil der Lernkompetenz ist das Auswerten, Weitergeben und Verarbeiten von Informationen – also der Transfer des Erlernten auf andere Lernbereiche. Das Ziel der Erweiterung der Sprachkompetenz wird in erster Linie durch kundenorientierte Verkaufsgespräche und das Erlernen der Fachsprache sichergestellt.
Durch die veränderte Unterrichtsform lassen sich neue pädagogische Handlungsmöglichkeiten im Hinblick auf Abwechslung, Motivation und Sprachentwicklung verzeichnen. Besonders die Kommunikationskompetenzen erweitern sich durch den realen Kundenkontakt. Die Schüler/innen haben die Möglichkeit in Lernsituationen ihre Fähigkeiten im Bereich Kreativität, Engagement, Selbstständigkeit und Organisation zu erproben. Theorie und Praxis werden miteinander verknüpft, indem Verkaufsgespräche im Deutschunterricht einstudiert werden, Werbeplakate und Preislisten werden im Datenverarbeitungsunterricht gestaltet; im Fach Textilverarbeitung entstehen Arbeitskleidung und Dekorationen für den Verkaufsraum und in Nahrungsmittelzubereitung werden die Speisen für den Verkauf zubereitet. Die Atmosphäre im Café ist geprägt von gegenseitiger Wertschätzung und Kooperation. Gerade die Schüler/innen mit Migrationshintergrund werden ins Schulleben integriert, haben die Möglichkeit die Schule positiv in der Öffentlichkeit darzustellen und erhalten die Gelegenheit zumindest temporär aus ihren Parallelwelten herauszutreten. Existenzgründung und Selbstständigkeit wird neben Berufausbildung als mögliches Berufsziel in die Lebensplanung einbezogen. Am Ende des Schuljahres erhalten die erfolgreichen Schüler/innen ein Zertifikat über die erworbenen Kompetenzen.
Im Rahmen der didaktisches Jahresplanung wird der handlungsorientierte Unterricht in Form von Lernsituationen durch ein interdisziplinäres Team weiter vorangetrieben. Die Professionalisierung des Bereiches Finanzen wird stetig im Sinne von mehr Transparenz weiterentwickelt. Es ist ein Programm zur „ Buchführung“ entwickelt worden, welches nach kurzer Einarbeitung von den Schüler/innen selbstständig bearbeitet werden kann. Hier werden Grundlagen zur wirtschaftlichen Haushaltsführung gelegt. Die Schüler können das Programm auch privat nutzen um sich einen Überblick über Kosten und Einnahmen zu verschaffen. In Zeiten hoher Verschuldung, gerade von Jugendlichen, ist dies ein wichtiger Aspekt. Der Schülertreff soll zu einem Internetcafé mit erweiterten Öffnungszeiten ausgebaut werden. Z.Zt. stehen 4 Internetarbeitsplätze mit Drucker zur Verfügung. |
Berufskolleg Ehrenfeld,
Weinsbergstrasse 72, 50823 Köln, Fon:+49 221 9 51 49 30, Fax: +49 221
9 51 49 3-13 |
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